Empathischer Kontakt

Selbstliebe

 

Wenn wir uns nach mehr Fülle in unserem Leben sehnen und unseren Hunger nach Liebe stillen wollen, ist es hilfreich anzuschauen, was Liebe für uns bedeutet, wie viel Liebe wir glauben, verdient zu haben, und was wir glauben, leisten zu müssen, um sie zu bekommen.

Diese in uns gespeicherten Vorstellungen beeinflussen, wie wir unsere Umwelt und ihr Verhalten uns gegenüber wahrnehmen. Solange wir diese Vorstellungen nicht bewusst anschauen und überprüfen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass unsere Erlebnisse so eingeordnet werden, dass sie dieses eigene Bild in uns immer wieder bestätigen.
Auch unser eigenes Verhalten orientiert sich an diesen inneren Vorstellungen, unsere Reaktionen auf das Verhalten anderer und wie viel Liebe wir uns selbst entgegenbringen.

Solange wir nicht selbst dieses Bild in uns ändern, ist es kaum möglich, dass wir mehr Liebe empfangen, denn alles was wir erleben wird durch diese innere Überzeugung gefiltert und so gesehen, dass sie sich immer wieder bestätigt, und unser Verhalten uns selbst und anderen gegenüber, das auf dieser Einstellung aufbaut, ist meist so davon bestimmt, dass es sich in diesen engen Grenzen bewegt und dafür sorgt, dass uns auch in der Realität kaum etwas begegnet, was nicht diesem Bild entspricht.

In unseren Verstand sind den meisten unter uns unglaublich viele Überzeugungen und Urteile eingebrannt, die es uns erschweren, uns so zu lieben wie wir sind.
Deswegen kann es auch eine große Herausforderung für uns sein, klar hinzuschauen, wer wir sind und ehrlich all die Gedanken und Gefühle in uns so anzunehmen, wie sie sind.

Denn in uns sind Ideale abgespeichert, die wir scheinbar erfüllen müssen, um liebenswert zu sein. Seins-Zustände, die wir scheinbar erst noch erreichen müssen. Denn vieles, was wir in uns entdecken, scheint alles andere als liebenswert.

Doch dieses Denken haben wir von Menschen übernommen, die selbst nicht gelernt haben zu lieben. Nach diesen Voraussetzungen werden wir niemals liebenswert sein. Es ist nicht möglich.
Was uns daran hindert, uns selbst zu lieben, zu achten und wertzuschätzen, sind vor allem all die Gedanken in uns, die wir übernommen und erschaffen haben, die sagen, dass wir nicht liebenswert sind und an die wir glauben.

Deshalb ist es so wichtig, dass wir diese übernommenen Einstellungen in unser Bewusstsein holen und lernen, sie los zu lassen.

 

© 2011 Martin Weber    ^