Die „Gewaltfreie Kommunikation“ von Marshall B. Rosenberg bietet wirkungsvolle und leicht im Alltag anwendbare Hilfen, die es erleichtern, Klarheit über unser Leben und Erleben zu erlangen, anzunehmen was da ist, herauszufinden was wir brauchen und wie wir es verwirklichen können, und all das auf eine bewusste und achtsame Weise, die uns jenseits von richtig und falsch Wahlfreiheit darüber schenkt, bewusst zu entscheiden wie wir uns verhalten möchten.
Der Aufbau einer echten, lebendigen und achtsamen Beziehung zu uns selbst und anderen steht dabei im Vordergrund vor der „Lösung“ von Problemen. Oft wird dadurch die „Problemlösung“ erst ermöglicht, manchmal ist sie auch nicht mehr nötig.
Zentral ist dabei das vielseitig anwendbare 4-Schritte-Modell von „Beobachtung“, „Gefühl“, Bedürfnis“ und „Bitte“.
Es hilft dabei, klare, wertungsfreie Beobachtungen zu machen, achtsamen Kontakt zu uns selbst und unserem Gegenüber aufzubauen, mit unseren Gefühlen in Kontakt zu sein, eine tiefere Verbindung zu unseren wirklichen Bedürfnissen herzustellen und klare, konkrete Bitten zu formulieren, die uns im Miteinander weiter bringen.
Wertvolle Hilfe liegt auch im Anschauen vieler kleiner und großer Stolpersteine, die unser Zusammen-Sein oft erschweren, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Das Wissen darüber kann unser Leben in vielen Situationen erleichtern.
Wie tief und vielseitig „Gewaltfreie Kommunikation“ sein kann lässt sich am besten durch konkrete Erfahrungen erleben.
Es ist mehr als die bekannten vier Schritte, mehr als nur Kommunikation, und es geht nicht darum, irgendwelche Gefühle zu unterdrücken, wie aus dem Wort „gewaltfrei“ schließbar wäre.
Unter anderem aus diesen Gründen habe ich für meine Arbeit die Bezeichnung „Empathischer Kontakt“ gefunden, die für mich stimmiger ist.